Wir über uns

dive-Netzwerktreffen

„DIVE“-Netzwerk gibt sich einen neuen Namen

Die Aktualisierung des Namens „Netzwerk für diversitätsbewusste (internationale) Jugendarbeit“ in „Netzwerk für diversitätsbewusste Jugend- und Bildungsarbeit“ war nur eines der diskutierten Themen beim „DIVE“-Netzwerktreffen am 08. August 2015 in Bochum. Alle Netzwerkmitglieder sprachen sich für die Umbenennung aus, da der ursprüngliche Name nur noch zum Teil der Zielgruppe entspricht.
Immer mehr Anfragen an das Netzwerk kommen auch aus dem gesamten Bereich der Jugendhilfe und –bildung. Internationale bzw. interkulturelle Aspekte sollen aber weiterhin eine zentrale Rolle der Netzwerkarbeit spielen.
In diesem Zusammenhang diskutierte das Netzwerk über die Bedeutung der Begriffe Diversität und Inklusion. Viele der Mitglieder sehen den Begriff Inklusion als uneinheitlich und inflationär, wo hingegen ‚Diversität‘ mehr die Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in den Blick nimmt. Das Netzwerk bemüht sich darum, den Begriff Inklusion aktiv in einem weiten und diversitätsbewussten Verständnis zu besetzen. Als ein weiteres Thema stand „Flucht und Asyl“ auf der Tagesordnung. Die Netzwerkmitglieder möchten den vielfältigen Anfragen und Herausforderungen zu diesem Thema nachgehen und Projekte entwickeln, bei denen Geflüchtete nicht nur als Zielgruppe, sondern als Akteur/innen in eigener Sache und potenziell Mitgestaltende angesehen und angesprochen werden.
Zudem besteht der Wunsch, das Netzwerk zukünftig international auszurichten. Dazu soll in den kommenden Wochen ein Prozess initiiert werden.

Wir freuen uns sehr über die aktive Netzwerkarbeit und sind gespannt auf die Entwicklungen in den nächsten Monaten!

Wir sind ….

Wir sind ein offenes Netzwerk und eine heterogen zusammengesetzte Gruppe von Personen mit institutioneller Anbindung und Freiberufler_innen. Bei DIVE  versammeln sich unterschiedliche Erfahrungshintergründe und Praxisfelder sowie unterschiedliche individuelle Schwerpunktsetzungen. So kommen unsere Zugänge zum Themenkomplex Diversität teilweise aus der Internationalen Jugendarbeit, aus der rassismuskritischen Arbeit oder durch Social-Justice-Trainings, aus der politischen Bildungsarbeit oder dem Bereich des Empowerments von jungen Menschen.
Als weitere theoretisch-konzeptionelle Hintergründe fließen u. a. die Cultural Studies, Post-Colonial Studies, Queer Studies, Gender Studies oder Critical Whiteness Studies ein. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt bei vielen in der Jugendarbeit – häufig in internationalen oder interkulturellen Kontexten –, aber auch in den Bereichen Erwachsenenbildung, Organisationsentwicklung oder Empowerment zu strukturellen Veränderungen.

Unsere Ziele sind…

Ziel eines diversitätsbewussten Ansatzes ist eine Erweiterung bzw. ein Wechsel der Perspektive: Diversitätsbewusste Pädagogik will für das Vorhandensein oder die Möglichkeit verschiedener Perspektiven sensibilisieren, sie will vorhandene oder mögliche Heterogenität bewusst machen und ihre Chancen aufzeigen sowie die oft unbewusste und selbstverständliche Vorannahme, dass alles so ist, wie ich es selbst kenne oder wahrnehme, hinterfragen.

Eine diversitätsbewusste Pädagogik nimmt vielfältige Differenzen in den Blick. Eine Wahrnehmung der sehr heterogenen Lebensformen und Alltagsrealitäten in jedem Land oder der sehr heterogenen Positionierungen innerhalb einer nationalen Teilgruppe in einem internationalen Setting kann helfen, die Fokussierung auf national oder kulturell konstruierte Differenzen zu überwinden und dem Bedürfnis nach Sortierung entgegen zu wirken.

Im konkreten pädagogischen Handeln drückt sich der diversitätsbewusste Ansatz nicht nur in den gewählten Methoden und der Programmgestaltung aus, sondern die dahinterstehende Haltung wird beispielsweise auch durch eine diversitätsbewusste Thematisierung durch Teamer_innen als eine Form einer niedrigschwelligen diversitätsbewussten pädagogischen Intervention immer wieder deutlich.

Die Vermeidung von kulturellen oder anderen Kategorisierungen bedeutet allerdings nicht, dass Unterschiede nicht ernst genommen würden. Es gibt sie, sie haben unterschiedliche Hintergründe und Ursachen und sie wirken sich auch in Gruppensituationen aus – die kritische Perspektive wendet sich vor allem gegen die Überbewertung eindimensionaler oder vermeintlich kulturbedingter Erklärungsansätze für differenzierte und häufig unübersichtliche Gruppensituationen und zielt auf eine Sensibilisierung für die Mechanismen und Effekte hinter solchen vereinfachenden Perspektiven.

Außerdem ist es wichtig, eigene Selbstverständlichkeiten selbstkritisch aufzudecken – erst das öffnet häufig den Blick für die Wahrnehmung und Anerkennung anderer Lebensrealitäten.

In unserem Positionspapier können Sie sich ausführlicher über unserer Vorstellung einer diversitätsbewussten Jugend- & Bildungsarbeit informieren.

Unsere Beratungs- und Bildungsangebote richten sich an…

  • Träger der Jugendhilfe, Jugendverbände
  • Verantwortliche in der Internationalen Jugendarbeit
  • Vereine und Verbände
  • Bildungsstätten
  • Schulen
  • Jugendzentren
  • Jugendberufshilfeträger
  • Migrant_innenjugendselbstorganisationen
  • Jugendmigrationsdienste
  • Teamer_innen, Trainer_innen
  • Haupt- und Ehrenamtliche
  • Jugendämter, Verwaltungen

Das DIVE Netzwerk bietet diesen Adressaten bei Interesse Beratung- und Bildungsangebote zum Thema diversitätsbewusste Jugend- & Bildungsarbeit.

Sie können die Mitglieder_innen des Netzwerks DIVE sowohl individuell, als auch über folgende Adresse kontaktieren: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Unseren Flyer können sie hier einsehen.

  dive Folder 2016

Die Träger des Netzwerks

Das Netzwerk DIVE hat sich auf Initiative von transfer e. V., JUGEND für Europa (Deutsche Agentur für das EU-Programm JUGEND IN AKTION) und IDA (Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V.) gebildet. Seit Mitte des Jahres 2012 sind bei bislang drei bundesweiten Treffen die jetzigen Strukturen und Angebote entstanden. Bei Interesse an einer Mitgliedschaft im Netzwerk können Sie sich gerne an einen der drei Träger oder direkt an die Kontaktadresse
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

transfer e.V.
Werner Müller
Grethenstraße 30
50739 Köln
Tel.: 0221 95 92 19-0
Fax: 0221 95 92 19-3
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.transfer-ev.de

IDA e.V.

Informations- und Dokumentationszentrum
für Antirassismusarbeit e.V. (IDA)
Ansgar Drücker
Volmerswerther Straße 20
40221 Düsseldorf
Tel.: 0211 15 92 55-61
Fax: 0211 15 92 55-69
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.IDAeV.de

 

Bislang hat Jugend für Europa, Deutsche Agentur für das EU-Programm JUGEND IN AKTION, das Netzwerk ebenfalls gefördert und steht uns weiterhin beratend zur Seite.
Die DiversiTour 2014 hat Jugend für Europa finanziell und inhaltlich unterstützt.

Die Ausschreibung dazu dinden Sie hier: